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Wenn das der Steve wüßte. Der Spiegel hat geschafft, was die freie Welt für unmöglich hielt: blanke Busen auf dem iPad. Der Artikel “Verlust der Phantasie” im Ressort Gesellschaft beschäftigt sich ausführlich mit der Wirkung von “Oral- und Analsex”-Darstellungen im Internet auf die Jugend von heute. Als Illustration dazu bringt Der Spiegel unter anderem einen Screenshot der Website “Party-Sex”. Darauf sind die Gesichter der Frauen gepixelt… aber nicht die Brüste – auch in der iPad-App des Spiegels nicht. Was wohl St. Steve zum Sündenfall an der Brandstwiete sagen wird? Schließlich wird die Markteinführung des iPad in Deutschland zusammen mit der  Spiegel-App auf großen Plakaten beworben…

Denn Apple-Chef Steve Jobs ist kein Freund von Frivolitäten: Pornos sind auf dem iPad tabu. Nackte Haut soll es auf St. Steves Wundertafel so wenig geben wie in Kabul zur Taliban-Zeit. Also müssen Medien, die ihre Inhalte auf’s iPad bringen wollen, jeden Nippel überkleben. Auch BILD tut das, aber nicht nur beim Seite 1-Girl. Selbst die keuschen Damen in der Aldi-Werbung werden noch mit Sternchen zugekleistert. Die sonst nicht gerade zimperlichen Blattmacher üben sich angesichts der amerikanischen iPrüderie in vorauseilendem Gehorsam.  So lüstern sind die frechen Aldi-Girls… ui, ui, ui! Einen Bart hat sich Bild-Chefredakteur Kai Diekmann ja schon wachsen lassen – und wann kommt die virtuelle BILD-Burka, Kai?

12 Responses to “iPrüde: Wie BILD ihre iPad-App zensiert und der SPIEGEL die Welt verführt”

  1. [...] Abonnenten. Für das versprochene Standbein in der Internetzeit haben auch große Zeitung wie die Bild und sogar der Playboy Einschnitte wie die Eigenzensur von nackter Haut, die einen nicht [...]

  2. [...] kommt so ein Produkt von Apple, klebe ich wieder an der iTunes Bindung, ich darf mir wieder von Onkel Steve vorschreiben lassen was ich lesen und sehen darf – ich hasse auf dem MacBook schon iTunes und benutze es aus Prinzip nicht. Ich will keine [...]

  3. [...] App vor, werden selbst Frauen in Unterwäsche überblitzt, was zwar niemand verlangt hat und auch anders geht, aber bei Apple bestimmt gut ankommt. In seiner iPad-App iKiosk verdeckt Springer auch Bilder, die [...]

  4. [...] wird die “Rettung” der Printmedien ausgerechnet anläßlich der Markteinführung des stark reglementierten iPads heiß diskutiert: [...]

  5. [...] iPrüde: Wie BILD ihre iPad-App zensiert und der “Spiegel” die Welt verführt Wenn das der Steve wüßte. Der Spiegel hat geschafft, was die freie Welt für unmöglich hielt: blanke Busen auf dem [...] [...]

  6. [...] »iPrüde« — 28/05/2010 — Malte Herwig darüber, wie Bild ihre iPad-App zensiert und der Spiegel die Welt verführt. [...]

  7. IPhone Blog says:

    Offizieller Verkaufsstart des iPads…

    ich finde deinen Beitrag sehr interessant und hab dir nen Trackback gesetzt….

  8. F.H. says:

    @earthwitch: “Bei Apple brauch ich nicht schrauben, konfigurieren, alles passt”…genau, du sollst es nämlich auch nicht!

  9. Merida says:

    @earthwitch Das trifft nur auf Apps zu!

    Lustigerweise kannst du mit deinem Safari Browser jede Pornoseite absurfen, die das WWW zu bieten hat – und zwar auch ohne “Schwarze-Balken-Pflicht”. Deswegen ist das ja auch alles so lächerlich…

  10. monologe says:

    Die Ironie der “Freiheitlichen” ist doch zu komisch. Da führen sie freitags auf, wovor ihnen am Mittwoch noch grauste. Aus einem Sternchen auf blankem Busen wächst diesen Sittenwächtern die Burka, ein Bart in der Landschaft, schon sehn sie den Nikolaus.

  11. earthwitch says:

    Das ist jetzt kein Scherz? Ich wollte mir ein iPad kaufen, aber ich werde so bevormundet? Wie ist das mit dem normalen Surfen? Kann ich auch nur Seiten aufrufen, deren Anbieter schwarze Balken oder Unschärfen auf die richtigen Stellen verteilt haben?

    Ich oute mich als Apple – Fan. Habe allerdings schon das iphone wegen der Vertragsbindung nicht erworben… und nun das?

    *kopfschüttel*

    Ich war immer bereit, mehr zu zahlen. Bei Apple brauch ich nicht schrauben, konfigurieren, alles passt. Das hat mir gefallen. Wenn ich jetzt neuerdings aber nur noch mein Umfeld gefiltert zu sehen bekomme, werde ich mich wohl oder Übel von Apple trennen…

    Dumm gefragt: Kann ein Hersteller das überhaupt verlangen? Na, wahrscheinlich, wo kein Kläger ist…

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