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Wichtiger als jedes Großfeuilleton ist für Handke die “Kleine Zeitung” in seiner Geburtsheimat Kärnten. Deren Kulturchefin Uschi Loigge hat mich über Serbien, Schnaps und Vertrauen befragt.  (Download als pdf)

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, eine Biographie über Peter Handke zu schreiben?

MALTE HERWIG: Im Dezember 2007 hatte ich das Privileg, als erster Handkes Tagebücher aus den Jahren 1975-1990 im Deutschen Literaturarchiv in Marbach einsehen zu können – noch bevor sie überhaupt katalogisiert waren. Ich hatte dieses faszinierende Rohmaterial vor mir, über 10.000 Seiten, habe drei Tage lang jeweils zehn Stunden wie in einem Rausch gelesen: Was für ein Leben, immer und überall hatte Handke in diese kleinen, abgegriffenen Notizbücher geschrieben. Es war diese Radikalität des Lebens im Schreiben, die mich fasziniert hat und dazu bewog, eine Biographie über ihn zu versuchen.

Wie viel Recherche steckt im „Meister der Dämmerung“? Gab es Themen, bei denen Sie sich – auch im Gespräch mit Handke – die Zähne ausgebissen haben?

HERWIG: Handke hat mich immer wieder – nicht ohne Hintersinn – gefragt: „Haben Sie immer noch nicht aufgegeben? Geht Ihnen das Geld nicht aus?“ Natürlich ist es nicht leicht, so ein Großprojekt als freier Journalist und Autor durchzuziehen. Andererseits war ich dadurch – auch Handke gegenüber – unabhängig und frei. Die Aufgabe des Biographen ist es, das Leben in seinen Höhen und Tiefen zu zeigen und den Verwandlungen zwischen Literatur und Leben nachzuspüren. Handke hat das respektiert und mir vertraut, ohne je eine Kontrolle auszuüben. Ich bin ein diplomatischer, aber als Journalist auch ein hartnäckiger Mensch und habe nicht lockergelassen. Er hat es mir auch nicht leicht gemacht. Dass Handke einen fast gleichaltrigen Halbbruder in Norddeutschland hat, fand ich durch Recherchen im Standesamt von Buxtehude heraus, wo sein leiblicher Vater verstorben war. Dieser Bruder lebte eine halbe Stunde von Hamburg entfernt und war im Besitz von dutzenden unbekannten Briefen, die Handke über Jahrzehnte an den gemeinsamen Vater geschrieben hatte. Es war meine kürzeste Dienstreise – und eine der lohnendsten . . .

Was war Ihre persönliche Meinung von der „Winterlichen Reise“? Und: Denken Sie nach der Arbeit mit und über Peter Handke nun anders darüber?

HERWIG: Im Laufe meiner Recherchen habe ich erkannt, dass Handkes Serbien-Engagement aus seiner Sicht ganz konsequent war – auch wenn man in der Sache natürlich anderer Ansicht sein kann. Er hat sich für etwas eingesetzt: Genauigkeit, Gerech- tigkeit, Ausgewogenheit, was in der Debatte über die Jugoslawien-Kriege in den Medien nicht immer gegeben war. 2004 hat der damalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan in einer Rede über sein Verständnis des „Bösen“ gesagt: „Wie immer wir über einzelne Menschen denken, wir dür- fen uns keine Verallgemeinerungen erlauben und nicht ganzen Bevölkerungsgruppen böse Eigenschaften zuschreiben.“ Genau das war aber die Tendenz in westlichen Medien, wenn es um die Rolle der Serben auf dem Bal- kan nach 1990 ging. Handke hat – manchmal extrem – dagegengehalten. Man kann sagen: Er hat sich geopfert, und er wusste, was auf ihn zukommt. Kriegsverbrechen hat er nie verklärt, aber er hat darauf hingewiesen, dass auch die serbische Zivilbevölkerung unter solchen zu leiden hatte. Ohne ihn wäre die Diskussion über Jugoslawien einseitiger verlaufen.

Sie waren viel mit Handke unterwegs. An welchen Orten sind Sie da gelandet?

HERWIG: Wir haben in der Brasserie Lipp in Paris gespeist, bei ihm im Garten geplaudert oder sind gemeinsam durch seinen Geburtsort Griffen gegangen. Am ungewöhnlichsten war vielleicht die Begegnung mit seinem kürzlich verstorbenen Onkel Georg Siutz. Der hat mir, obwohl er ein strammer FPÖler war, slowenische Lieder vorgesungen.

Was verlangt Peter Handke von einem Begleiter? Anders gefragt: Wie viele Runden mit Schwam- merln und viel zu viel Schnaps ha- ben Sie mitgemacht?

HERWIG: Vor Handkes Pilzsuppe hatte mich ein ehemaliger „Spiegel“-Ressortleiter gewarnt. Der Mann hatte – jedenfalls von Pilzsuppen! – keine Ahnung. Als gebürtiger Dorfmensch weiß Handke genau, was er sammelt und kocht. Ich habe ihm ein kleinwinziges Taschenmesser von mir geschenkt, das er seitdem zum Schälen von Georgsritterlingen oder zum Zwirnabschneiden benutzt. Die Handbewegungen, mit denen er Pilze schält und ein einfaches, aber köstliches Essen zubereitet, sind von einer selbstver- ständlichen Natürlichkeit, die ich bei einem hochgeistigen Künstler wie ihm nicht erwartet hätte. Der Wein gehört dazu. Viel schwieriger war es ohne. Marie Colbin hat bei unseren Gesprächen immer nur heißes Wasser getrunken!

Sie haben mit Hans Widrich in Salzburg gesprochen, mit Handkes altem Onkel in Griffen, mit Radovan Karadzic . . . ein ziemliches Spektrum und vermutlich jede Menge Material. Was geschieht mit dem, das Sie nicht in die Biographie gepackt haben?

HERWIG: Ich habe viel gesehen und gehört, das sehr intim und privat ist. Was davon für das Verständ- nis von Handkes Leben und Werk relevant ist, habe ich in der Bio- graphie beschrieben. Der Rest bleibt ein Geheimnis. Das ist Grundlage für das Vertrauensverhältnis zwischen dem Biographen und den vielen Personen, die ihm ihr Innerstes anvertraut haben.

Sie haben bislang unbekannte Dokumente gesichtet und auch die Feldpostbriefe von Handkes Familie einsehen dürfen. Haben Sie da auch die Entstehung von „Immer noch Sturm“ unmittelbar miterlebt?

HERWIG: Das wäre zuviel gesagt. Aber ich habe Handke im März 2009 wenige Tage nach der Fertigstellung des Manuskripts in Chaville besucht. Er hatte es noch nicht einmal zu Suhrkamp geschickt und mir das Papierkonvolut gezeigt. Ich hatte von den Feldpostbriefen gehört und habe den Verwandten in Griffen so lange damit in den Ohren gelegen bis Georg Siutz’ Frau die Briefe im Keller des Hauses aufstöberte. Man darf nie aufgeben. Bei der Überarbeitung des Manuskripts hat Handke dann einige Zitate aus diesen wieder aufgetauchten Briefen seiner im Krieg gefallenen Onkel in den Text aufgenommen, wie er mir sagte.

Wollte Handke den „Meister der Dämmerung“ autorisieren? HERWIG: Handke hat keine Zeile des Buchs vor Drucklegung gelesen. Er hatte die Größe, die ich nur bewundern kann, alles geschehen zu lassen. Ich glaube, das entspricht seiner Lebenshaltung. Er ist, auch heute mit 67, ein großer Abenteurer, der sich immer wieder neuen Erfahrungen aussetzt. Das habe ich so noch bei keinem Menschen erlebt. Es war eine einzigartige Konstellation: Er hat mir nichts geschenkt, aber alles ermöglicht und doch nichts zensiert. Es gibt sicher viele große und interessante Menschen, über die man noch Biographien schreiben könnte. Aber kennen Sie einen, der den Mut hat, sich so auszuliefern?

INTERVIEW: USCHI LOIGGE

Buchpräsentationen:

Montag, 13. Dezember, 19 Uhr, im Literaturhaus Graz

Dienstag, 14. Dezember, 19 Uhr, im Literaturhaus Wien

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