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Der stumme Diener

Den Sprachlosen zur Sprache verhelfen – Peter Handke tut das in vielen seiner Werke, ob es sich wie jüngst um seine toten slowenisch-stämmigen Verwandten in Immer noch Sturm handelt oder Anfang der 80er Jahre um die Kärntner Dorfbewohner, die er in seinem Theaterstück Über die Dörfer sprechen läßt. Den Stummen eine Stimme zu geben,  andere und damit sich selbst aus dem “Stummheitsdruck” zu befreien, ist nicht nur ein großherziges Unterfangen, sondern auch der Grundstein manch großen Werks der Literatur. Was aber, wenn es sich bei diesen Sprachlosen ausgerechnet um Suhrkamp-Lektoren handelt, die bekanntlich zu den sprachbegabtesten Lebewesen überhaupt gehören?

Suhrkamp-Lektor Fellinger (mit Bernhard-Büchern): Stummer Diener

Einige Rezensenten haben kritisiert, daß  Handkes Lektor Raimund Fellinger in der Handke-Biographie nicht zu Wort kommt. “Der Mann also, der Handkes Werk bei Suhrkamp seit Jahrzehnten betreut und mit diesem bestens vertraut ist, hat in dieser Biografie keine Stimme”, klagt etwa Jochen Schimmang im Deutschlandfunk. Auch die FAZ kann sich – ungeachtet der breit dokumentierten Recherchierwut des Biographen, nicht vorstellen, “dass Herwig mit nur einem Suhrkamp-Mitarbeiter über den Autor gesprochen hat, geschweige denn mit Handkes Lektor Raimund Fellinger”. Aus der Tatsache, daß Fellinger nur als “ein Suhrkamp-Angestellter” in der Biographie auftaucht, haben manche den Schluß gezogen, ich hätte gar nicht mit dem Lektor gesprochen, der Handke 1999 auch nach Pale zum Treffen mit Karadzic begleitete und unter Vorzeigung seiner Wanderschuhe später im Verlag und vor Autoren mit diesem Besuch prahlte.

Allerdings werden im Buch nicht nur die Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkewicz sowie ein ehemaliger Mitarbeiter zitiert. Es wird auch ausführlich auf das Verhältnis von Siegfried Unseld und Handke eingegangen und ein langer, unbekannter Brief von 1981 zitiert, in dem Handke mit Unseld und seinen Mitarbeitern abrechnet und ankündigt, den Verlag für immer zu verlassen.

Über all dies hätte ich gerne mit Raimund Fellinger gesprochen. Er ist zwar nicht der einzige Lektor gewesen, der Handkes Werk betreut hat. In den 60er und 70er Jahren kümmerten sich andere um Handkes Texte im Residenz Verlag und bei Suhrkamp. In den darauf folgenden dreißig Jahren trennte sich Handke mehrmals von Fellinger, nur um schließlich doch wieder mit ihm zu arbeiten. Aber Fellinger ist sicher Handkes wichtigster Lektor, weshalb ich ihn mehrmals um ein Gespräch für die Biographie bat.

Während meiner mehrjährigen Recherchen für die Handke-Biographie sind wir uns immer mal wieder begegnet: sei es bei einer Uraufführung in Salzburg, sei es auf dem Kritikerempfang in der Unseld-Villa in Frankfurt. Doch Fellinger war zu keinem Gespräch zu bewegen. Ob er sich als langjähriger Lektor Thomas Bernhards in einem Interessenkonflikt sah, verlagsinternen Streitigkeiten und Zwiste mit Handke eine Rolle spielten oder ob er bereits selbst eine 600seitige Handke-Biographie in der Schublade und nichts zu verschenken hatte – was ihn zu seinem Biographie-Boykott bewegt hat, spielt letztendlich keine Rolle. Es dürfte nicht einmal sein “Eskort-Service” zu Karadzics Hauptquartier sein, dessentwegen ihn jüngst die  ZEIT als Verräter des aufklärerischen Verlagsprogramms scharf attackiert hat. (Warum erst jetzt und nicht schon 2008 in den Feuilletons darüber berichtet wird, wo doch angeblich alle längst von dem Besuch bei Karadzic wußten, ist eines der großen Rätsel des deutschen Literaturbetriebs).

Als ich 2009 im Österreichischen Literaturarchiv unter vielen anderen Dokumenten auch den Briefwechsel zwischen Handke und Fellinger fand und Fellinger noch einmal um ein Gespräch bat, wandte er sich lieber direkt an den Generaldirektor der Österreichischen Nationalbibliothek und beschwerte sich über meine Recherchen. Ich habe die Korrespondenz zwischen Lektor und Autor seitenlang exzerpiert, doch Fellinger verweigerte seine Zustimmung. War es die natürliche Bescheidenheit des Lektors, der fleißig und höflich im Hintergrund arbeitet als Diener “seiner” Autoren?

Nun ja, kein Mensch muss müssen, ein jeder hat das Recht zu schweigen. Allerdings sollten dann nicht andere dafür verantwortlich gemacht werden, daß im großen Chor seine Stimme fehlt. Ich hätte den Leserinnen und Lesern der Handke-Biographie gerne einen Einblick in diese Werkstattgespräche gegeben.

Doch der Diener blieb stumm.

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