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Drei Jahre hat Malte Herwig, Literaturwissenschafter und investigativer Journalist, für „Meister der Dämmerung“, seine Biografie über Peter Handke, recherchiert. Welche Überraschungen er erlebte und was er Unbekanntes fand, erzählt er im Interview mit den “Salzburger Nachrichten”. (Interview als pdf zum Download)

SN: Warum haben Sie sich dem Thema Peter Handke gewidmet?

Herwig: Seine Tagebücher, die ich vor drei Jahren als Erster im Original lesen konnte, hatten mich fasziniert. Aus den Tausenden eng beschriebenen Seiten sprach eine Leidenschaft, ja eine Besessenheit, die mich erschütterte. Wie radikal der Mann mit und in und für die Literatur lebt! Mir war klar: Du musst eine Biografie schreiben und dafür alle Quellen ausschöpfen: persönliche Gespräche, Tagebücher, Briefe – ja, sogar beschriebene Servietten und mit Worten beschnitzte Wanderstöcke.

SN: Fanden Sie Unbekanntes?

Herwig: Einen der wichtigsten Funde habe ich erst kurz vor Schluss ausgerechnet vor den Toren meiner Heimatstadt Hamburg gemacht: Dort fand ich durch Recherchen auf Standesämtern und in Telefonbüchern Handkes Halbbruder Heinz Schönemann. Handke hatte nie erwähnt, dass es den gibt. Dieser bescheidene und hilfreiche Mann bewahrte in seiner Scheune einen sensationellen Schatz auf: Briefe, die Handke über Jahrzehnte an den gemeinsamen Vater geschrieben hatte sowie Korrespondenz zwischen Handkes Mutter und seinem leiblichen Vater. Es war meine kürzeste Recherchereise – und eine der lohnendsten! Handkes Briefe an den Vater sind ein literaturhistorischer Schatz, der zum ersten Mal präsentiert wird.

SN: Haben Sie denn auch sonst etwas etwas aufgestöbert, das bisher unbekannt war?

Herwig: Dass Handke im Dezember 1996 Radovan Karadzic besuchte, war der Öffentlichkeit nicht bekannt. Zwar hat Autor Norbert Gstrein einmal das Ge- rücht gestreut, aber keiner hat ihn ernst genommen. Aber später haben einige dann so getan, als hätten sie’s ja längst gewusst. Das sind so Kommentare von Leuten, die zwar nie selbst recherchieren, aber zu allem gleich eine Meinung haben. Ich kannte das Gerücht und habe sowohl Handke als auch Karadzic dazu befragt, um diese seltsame Begegnung präzise rekonstruieren zu können. Jeanne Moreaus Liebesbriefe werfen ein neues Licht auf ihre Beziehung zu Handke. Ich habe einen langen Brief aus den 70er-Jahren von Handkes erster Frau, der Schauspielerin Libgart Schwarz, an die gemeinsame Tochter Amina gefunden, in dem sie ihre erste Begegnung in Graz beschreibt. Ich habe mit vielen Handke-Freunden gesprochen und erfahren, wie liebevoll, aber auch grausam er mit ihm nahen Menschen umgehen kann. Ich habe viele Erlebnisse beschrieben wie in einer Reportage. Ich wollte Handke als Dichter und Menschen aus Fleisch und Blut darstellen.

SN: Peter Handke gilt als zurückgezogen, manchmal auch abweisend. War es denn schwer, mit ihm ins Gespräch zu kommen?

Herwig: Überhaupt nicht. Er hat wohl gemerkt, dass ich für diese Biografie bis ans Ende der Welt gehen würde, um zu recherchieren. Das hat ihm, glaube ich, imponiert. Das ist ja keine reine Schreibtischarbeit gewesen, sondern ich habe mich ins Getümmel gestürzt und manchmal monatelang mit Leuten in Wien, Paris oder sonst wo gerungen, um ihr Vertrauen zu gewinnen und bestimmte Informationen zu bekommen. Ich habe versucht, meine Ausbildung als promovierter Literaturwissenschafter mit meiner Erfahrung als investigativer Reporter zu verbinden und all das so spannend aufzuschreiben, dass die Leute es wirklich mit Vergnügen und Gewinn lesen.

SN: Was weiß und kennt Handke von dem, was nun als Biografie erscheint?

Herwig: Bis zur Drucklegung wusste er nichts und hat in keiner Weise Einfluss genommen. Er hat mir Zugang zu Privatdokumenten ermöglicht, aber nicht einmal die Zitate autorisieren wollen. Er hat akzeptiert, dass ihm nicht alles in diesem Buch gefallen wird, weil eben nicht alles in seinem Leben schön gewesen ist. Aber er hat sich dem ausgesetzt – wie er ja überhaupt ein großer Abenteurer ist, ständig auf der Suche nach neuen Erfahrungen.

SN: Was waren die außergewöhnlichsten Erfahrungen, die Sie bei der Recherche gemacht haben?

Herwig: Handkes kürzlich verstorbenen Onkel Georg Siutz habe ich in seinem Haus in Griffen besucht, als er 91 Jahre alt war. Da hat mir dieser ehemalige stramme FPÖ-Gemeinderat slowenische Lieder vorgesungen. Und man glaubt gar nicht, wer dem Handke alles geschrieben hat. Da gibt es unglaubliche Konstellationen. Die außergewöhnlichste Erfahrung aber war, wie viel Vertrauen mir meine Gesprächspartner entgegenbrachten und was sie mir alles erzählt haben. Vieles davon ist in die Biografie eingegangen, vieles werde ich für immer für mich behalten. Marcel Reich-Ranicki, der nicht gerade als Handke-Fan bekannte Literaturkritiker, hat ein Gespräch abgelehnt, mich aber darauf hingewiesen, er habe „auch viel Positives über Handke geschrieben“. Da bin ich dann gescheitert. Ich habe nichts Positives gefunden.

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